
Kronen Zeitung
ALTACH GUT WIE SELTEN
Sichtbarer Aufschwung soll in Meistergruppe führen
Das 1:0 gegen BW Linz, das am Ende nach dem unverständlichen Ausschluss gegen den Goldtorschützen Mohamed Ouedraogo auf der Kippe stand, brachte die Altacher schon nach der ersten Frühjahrsrunde mitten in den Kreis jener Teams, die an den nächsten vier Spieltagen um den Einzug in die Meistergruppe spielen werden.
Mehr als sechs Siege in einer Saison erreichten die Rheindörfler zuletzt in der Saison 2021/22, mehr als 24 Punkte nach 18 Runden holten die Altacher bisher nur in zwei Bundesligaspielzeiten: In der Aufstiegssaison 2014/15 waren es 27, im Zauberherbst 2016 hatten der Ländle-Bundesligist zu diesem Zeitpunkt schon sagenhafte 36 Punkte auf dem Konto.
Erfolgreich wie schon lange nicht
Aktuell halten die Rheindörfler bei vier Heimsiegen, so viele gab es zuletzt 2018/19 – in der gesamten Saison. In den letzten fünf Spielzeiten holte man insgesamt nur elf Heimsiege. Da ist es eigentlich verwunderlich, dass die Altach der ihr Stadion in jeder Saison mit durchschnittlich mehr als 5000 Zuschauern pro Spiel füllten.
Noble Zurückhaltung im Ländle
In der laufenden Spielzeit ist vieles anders, der Angriff auf die Meistergruppe wird im beschaulichen Rheindorf aber noch immer hintangestellt. „Wir haben wichtige Punkte im Abstiegskampf geholt“, sagte Trainer Ognjen Zaric nach dem vierten Heimsieg der Saison. Auch Sportkoordinator Eric Orie gibt sich in Sachen Meistergruppe zugeknöpft: „Wir sind eine Mannschaft, die gegen den Abstieg spielt. Wir dürfen jetzt nicht überheblich werden.“
Die Fakten sprechen freilich eine andere Sprache. Altach liegt nur zwei Zähler hinter Platz sechs. Sollte tatsächlich in Hartberg ein Punktegewinn gelingen, warten danach zwei attraktive Heimspiele gegen die Wiener Topklubs Austria und Rapid.
Ansturm auf „Endspiele“?
In denen die Vorarlberger auch auf eine größere Zuschauerunterstützung zählen dürfen. Angesichts des sportlichen Aufschwungs kamen schon gegen BW Linz mehr als 5000 ins Schnabelholz. Wenn es in die „Endspiele“ gegen die Wiener Traditionsklubs geht, darf man durchaus mit 7000 und mehr rechnen. Diese Unterstützung könnte das Zünglein in der Waage werden.
Schon in Hartberg wird Rassa Rahmani wegen der Ouedraogo-Sperre sein Debüt geben.
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